Wo KI im Betrieb tatsächlich etwas abnimmt
Der Nutzen liegt fast nie dort, wo die Produktvideos ihn zeigen. Er liegt in
den kleinen Vorgängen, die täglich mehrfach anfallen:
- eingehende Dokumente einsortieren
- wiederkehrende Anfragen vorbereiten
- Freitext in eine Struktur bringen
- in großen Beständen etwas finden, das über die Stichwortsuche hinausgeht
Das sind unspektakuläre Aufgaben, und genau deshalb eignen sie sich: Sie sind
abgrenzbar, sie wiederholen sich oft genug, dass sich der Aufwand rechnet, und
ein Fehler hat überschaubare Folgen.
Wo die Grenze dieser Leistung liegt
Ich baue die technische Seite: Verarbeitung auf europäischen Servern oder Ihrer
eigenen Hardware, Anbindung an das, was Sie schon einsetzen, und eine Lösung,
die Sie selbst weiterbetreiben können. Die datenschutzrechtliche Bewertung und
alles, was die KI-Verordnung an Einstufung und Dokumentation verlangt, gehört
zu Ihrem Datenschutzbeauftragten oder einem Fachanwalt. Wie weit Sie den Weg
zu eigener Infrastruktur insgesamt gehen wollen, gehört zum Thema
digitale Souveränität.
Was stimmt, was nicht
Unsere Server stehen in Deutschland, also sind unsere Daten sicher.
Nur die halbe Antwort
Für die Frage, wer zugreifen darf, zählt zusätzlich, welchem Recht das Unternehmen unterliegt. Ein US-Anbieter kann nach dem CLOUD Act zur Herausgabe verpflichtet werden, auch bei Daten in einem deutschen Rechenzentrum. Genau deshalb setze ich KI-Projekte auf europäischer oder Ihrer eigenen Infrastruktur auf.
Ohne die großen amerikanischen Modelle geht es nicht.
Kommt auf die Aufgabe an
Für viele betriebliche Aufgaben reichen Modelle, die auf eigener Hardware laufen. Die Frage ist nicht, welches Modell das beste ist, sondern welches für Ihren Anwendungsfall gut genug ist. Das lässt sich messen, bevor Sie sich festlegen.
Wir brauchen erst einmal eine KI-Strategie.
Selten hilfreich
Ein abgegrenzter Anwendungsfall mit einem Maßstab, an dem Sie das Ergebnis beurteilen können, bringt Ihnen in zwei Wochen mehr Erkenntnis als ein Strategiepapier. Wenn er den Maßstab nicht erfüllt, wissen Sie das nach zwei Wochen und nicht nach einem halben Jahr.
Wie ein erster Anwendungsfall entsteht
- Schritt 1
Wo im Betrieb Zeit vergeht
Wir sehen uns an, womit tatsächlich Arbeitszeit draufgeht. Das ist selten das, was in Produktvideos vorkommt, und fast immer etwas, das täglich mehrfach passiert.
- Schritt 2
Ein Fall mit einem Maßstab
Daraus wird ein abgegrenzter erster Anwendungsfall, und dazu die Frage, woran Sie erkennen würden, dass er taugt. Ohne diesen Maßstab lässt sich hinterher jedes Ergebnis schönreden.
- Schritt 3
Fest einbauen oder verwerfen
Trägt der Fall, bauen wir ihn fest ein und nehmen den nächsten. Trägt er nicht, hat Sie das zwei Wochen gekostet. Was entsteht, gehört Ihnen und läuft auf Ihrer Infrastruktur weiter.
Wie ich vorgehe
Ihre Daten bleiben, wo Sie sie haben wollen
Das Sprachmodell kann auf Ihrer eigenen Hardware laufen oder bei einem europäischen Anbieter. Der Unterschied ist nicht theoretisch: Bei US-Anbietern gehen Ihre Eingaben an ein Unternehmen, das dem CLOUD Act unterliegt, auch wenn der Server in Frankfurt steht.
Ein Anwendungsfall zuerst, nicht die große Strategie
Wir suchen eine Tätigkeit, die oft vorkommt, Zeit kostet und klar umrissen ist. Angebote vorbereiten, Rechnungen auslesen, in alten Projektunterlagen etwas wiederfinden. Daran lässt sich in wenigen Wochen messen, ob es trägt.
Eingebaut, wo gearbeitet wird
Nutzen bringt KI dort, wo sie in einem Ablauf steckt, den es ohnehin gibt. Ein zusätzliches Chatfenster, das niemand öffnet, ändert nichts an Ihrem Arbeitsalltag.
Eine ehrliche Einschätzung, auch wenn sie nein lautet
Für manche Aufgaben ist KI heute schlicht zu unzuverlässig, und bei allem, was ungeprüft nach außen geht, ist Vorsicht angebracht. Wenn Ihr Fall dazugehört, sage ich das, bevor Geld fließt.
Häufige Fragen
Was kostet der Einstieg?
Bei feststehendem Umfang zum Festpreis, sonst nach Aufwand. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG weise ich keine Umsatzsteuer aus. Ein erster abgegrenzter Anwendungsfall liegt meist im Bereich weniger Tage bis zweier Wochen, danach entscheiden Sie anhand des Ergebnisses.
Ist das datenschutzkonform?
Ich baue die technische Seite so, dass keine personenbezogenen Daten an US-Dienste abfließen: Verarbeitung auf Ihren Servern oder bei einem europäischen Anbieter, nachvollziehbar dokumentiert, welche Daten wohin gehen. Die datenschutzrechtliche Bewertung selbst, also Verarbeitungsverzeichnis, Folgenabschätzung und die Frage, ob Ihr konkreter Einsatz zulässig ist, gehört zu Ihrem Datenschutzbeauftragten oder einem Fachanwalt. Diese Rolle übernehme ich nicht.
Brauchen wir dafür eigene Hardware?
Nicht zwingend. Für viele Aufgaben reicht ein Modell bei einem europäischen Anbieter. Eigene Hardware lohnt sich, wenn dauerhaft viel verarbeitet wird oder die Daten das Haus grundsätzlich nicht verlassen sollen. Was günstiger ist, rechnen wir vorher aus.
Welche Daten verlassen dabei unser Haus?
Das halten wir vorher schriftlich fest, bevor irgendetwas produktiv geht. Bei einem Modell auf Ihrer eigenen Hardware ist die Antwort: keine.
Wofür lohnt sich KI in einem kleineren Betrieb überhaupt?
Am ehesten dort, wo viel gelesen und wenig entschieden wird. Unterlagen auslesen und einsortieren, Textentwürfe für wiederkehrende Schreiben, Suchen in Jahren von Projektdokumenten. Für Aufgaben, bei denen ein Fehler teuer wird, bleibt ein Mensch davor.
Wofür Sie mich nicht buchen sollten
- Eigene Sprachmodelle von Grund auf trainieren.
- Datenschutzrechtliche Bewertung, Folgenabschätzung, Verarbeitungsverzeichnis.
- Anwendungen, bei denen ungeprüfte Ergebnisse direkt nach außen gehen.