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Raus aus der US-Cloud, ohne den Betrieb anzuhalten

Ich helfe Ihnen, Schritt für Schritt aus amerikanischen Clouds herauszukommen: erst wissen, wo Sie abhängig sind, dann das Wichtigste verlagern, dann den Rest. Ohne Betriebsunterbrechung und ohne die Erwartung, dass Sie am Ende alles selbst betreiben.

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Fristen aus der Verordnung (EU) 2023/2854 über harmonisierte Vorschriften für einen fairen Datenzugang und eine faire Datennutzung.

Selbstcheck · 3 Minuten · kostenlos

Wie abhängig ist Ihr Betrieb von US-Clouds?

Tippen Sie an, welche Programme Sie nutzen. Danach sehen Sie, welche US-Anbieter in Ihrem Betrieb stecken und was sie ersetzen könnte.

Frage 1 · Überblick

Mit welchem Paket arbeitet Ihr Betrieb hauptsächlich?

Ohne Namen, ohne Cookies und ohne Anmeldung.

Warum das Thema gerade jetzt ankommt

Digitale Souveränität war lange eine Frage für Behörden. Inzwischen stellt sie sich auch kleinen Unternehmen, aus ziemlich nüchternen Gründen:

  • Lizenzkosten steigen.
  • Kunden fragen in Ausschreibungen nach dem Speicherort.
  • Die Rechtsgrundlage für Datenübermittlungen in die USA ist unsicher: Das aktuelle Abkommen gilt seit Juli 2023 und liegt erneut beim Europäischen Gerichtshof, seine zwei Vorgänger hat das Gericht gekippt.

Dazu kommt ein Zeitfenster, das viele noch nicht auf dem Schirm haben. Der EU Data Act ist seit dem 12. September 2025 anwendbar. Er zwingt Anbieter dazu, den Wechsel technisch und vertraglich zu ermöglichen, und schafft die Wechselentgelte stufenweise ab:

  • Bis zum 11. Januar 2027 dürfen Anbieter höchstens die tatsächlich entstehenden Kosten berechnen.
  • Ab dem 12. Januar 2027 grundsätzlich gar nichts mehr.

Unberührt bleiben normale Nutzungsentgelte, anteilige Kosten bei vorzeitiger Kündigung und zusätzlich beauftragte Unterstützung.

Warum Sie trotzdem jetzt anfangen sollten

Wenn der Wechsel ab Januar 2027 nichts mehr kostet, liegt der Gedanke nahe, einfach bis dahin zu warten. Für den Umzug selbst stimmt das auch. Für die Vorbereitung nicht: Eine Bestandsaufnahme, die Wahl des neuen Anbieters und ein Umzugsplan, den Ihre Belegschaft mitträgt, brauchen einige Wochen. Wer erst im Januar damit anfängt, zieht im Frühjahr um. Wer jetzt anfängt, ist im Januar bereit.

Die Bestandsaufnahme ändert an Ihrem Betrieb nichts und verpflichtet Sie zu nichts. Sie wissen danach, wo Sie abhängig sind und was ein Umzug kosten würde, und entscheiden dann, ob und wann er sich lohnt.

Wenn Sie vorher selbst einschätzen wollen, wo Ihr Betrieb steht: Der Selbstcheck fragt, welche Programme Sie nutzen, und zeigt Ihnen in etwa drei Minuten, was sich davon ersetzen ließe.

Was Souveränität praktisch bedeutet

Es geht darum, handlungsfähig zu bleiben, wenn sich Preise, Bedingungen oder die Rechtslage ändern. Dafür müssen Sie wissen, worauf Sie sich eingelassen haben, und die Stellen kennen, an denen ein Ausstieg teuer würde. Alles selbst betreiben oder alles auf einmal ersetzen müssen Sie nicht.

Die rechtliche Bewertung im engeren Sinn übernimmt Ihr Datenschutzbeauftragter oder ein Fachanwalt. Was ich liefere, ist die technische Grundlage dafür: welche Daten wo liegen, wer darauf zugreifen kann und welchem Recht der jeweilige Anbieter unterliegt.

Was ich selbst betreibe

Das meiste, was ich empfehle, nutze ich selbst im Alltag. Meine Dateien, Kalender und Kontakte liegen in einer eigenen Nextcloud auf einem Server in Finnland, gemietet bei einem deutschen Anbieter. Daneben laufen dort mein Git-Server, die Übersetzungsplattform für meine Apps und die Webanalyse dieser Seite.

Nicht alles betreibe ich selbst. Meine E-Mail liegt bei Proton, einem Schweizer Anbieter, weil ein eigener Mailserver mehr Pflege kostet, als er mir bringt. Dieselbe Abwägung treffen wir auch für Ihren Betrieb.

Welche Werkzeuge das sind und was sie bei Ihnen ersetzen würden, steht unter Werkzeuge, die ich selbst nutze. Was es darüber hinaus für jeden Teil von Microsoft 365 gibt, zeigt der Vergleich der Alternativen.

Was stimmt, was nicht

  • Unsere Daten liegen in Frankfurt, also gilt deutsches Recht.

    Nur die halbe Antwort

    Der Serverstandort ist die eine Hälfte, das anwendbare Recht die andere. Ein US-Unternehmen kann nach dem CLOUD Act zur Herausgabe verpflichtet werden, auch wenn die Daten in einem deutschen Rechenzentrum liegen. Diese Hälfte lassen viele Anbieterversprechen offen.

  • Microsoft 365 ist in Deutschland verboten.

    Stimmt nicht

    Die Datenschutzkonferenz hat am 24. November 2022 festgestellt, dass sich ein datenschutzkonformer Einsatz nach damaligem Stand nicht nachweisen lässt. Das ist eine Positionierung der Aufsichtsbehörden, kein Verbot und keine Rechtsnorm. Microsoft hat seitdem nachgebessert, und einzelne Länder bewerten die Lage unterschiedlich: Der hessische Datenschutzbeauftragte hält einen datenschutzkonformen Einsatz seit November 2025 unter Bedingungen für möglich. Was bleibt, ist ein Risiko, das Sie kennen und bewerten sollten, statt es zu erben.

  • Wir nutzen einen europäischen Anbieter, damit sind wir unabhängig.

    Kommt darauf an

    Entscheidend ist, ob Sie wieder wegkönnten. Liegen Ihre Daten in einem Format vor, das auch woanders lesbar ist? Wie lange würde ein Umzug dauern, und wer könnte ihn außer dem Anbieter selbst durchführen? Ein Anbieterwechsel, der Sie erneut festsetzt, verschiebt das Problem nur.

  • Der Umstieg spart uns sofort Lizenzkosten.

    Nicht verlässlich

    Eine Umstellung kostet zunächst Geld und rechnet sich erst über die Laufzeit, wenn überhaupt. Wo Lizenzkosten wegfallen, wird es günstiger; wo Sie Betriebsverantwortung übernehmen, kann es teurer werden. Wer Ihnen vorab eine Ersparnis verspricht, kennt Ihre Umgebung nicht.

Welche Bereiche kritisch sind

  • Kritisch

    Dateiablage

    Dort liegen die Arbeitsergebnisse. Ein gesperrter Zugang trifft hier sofort jeden im Betrieb, und der Bestand wächst mit jedem Tag, den Sie warten.

  • Kritisch

    Kommunikation

    E-Mail, Messenger, Videokonferenz. Fällt das aus, steht der Betrieb still, und zwar unabhängig davon, ob die Fachanwendungen noch laufen.

  • Kritisch

    Identitätsverwaltung

    Daran hängt alles andere. Wer die Anmeldung kontrolliert, kontrolliert jeden angeschlossenen Dienst, und deshalb ist dieser Punkt der unangenehmste, wenn er zu spät angefasst wird.

  • Meist unkritisch

    Fachanwendungen und Randsysteme

    Fachanwendungen sind oft weniger kritisch, als sie wirken, und Randsysteme selten. Hier zuerst anzufangen kostet viel Aufwand und senkt das Risiko kaum.

Das Stufenmodell

Ein vollständiger Wechsel auf einmal ist teuer, riskant und in vielen Betrieben unnötig. Jede Stufe ist für sich abgeschlossen, und nach jeder können Sie aufhören. Die Landesverwaltung Schleswig-Holsteins geht diesen Weg gerade für zehntausende Arbeitsplätze; daraus lernen lässt sich weniger die Technik als die Reihenfolge.

  1. Stufe 1

    Transparenz

    Sie wissen, wo Sie stehen, ohne dass sich irgendetwas ändert. Welche Dienste laufen, welche Daten liegen dort, welcher Ausfall würde wehtun. Das reicht oft schon, um die Fragen aus Ausschreibungen zu beantworten.

  2. Stufe 2

    Das Naheliegende verlagern

    Dateiablage, Videokonferenzen, Newsletter, Webseite. Hier gibt es reife europäische Alternativen, und die Umstellung merkt die Belegschaft oft kaum.

  3. Stufe 3

    Der Arbeitsplatz

    Office-Dateien, Postfach, Kalender. Das ist der spürbare Schritt, und deshalb der, bei dem Schulung und Zeitplan mehr zählen als Technik. Auf Bundesebene wird dafür openDesk bereitgestellt; seit September 2026 können es auch private IT-Dienstleister anbieten.

  4. Stufe 4

    Der souveräne Kern

    Eigene Identitätsverwaltung, eigene Infrastruktur. Das lohnt sich für die wenigsten, und ich sage es Ihnen, wenn Sie nicht dazugehören.

Was ich übernehme

  • Abhängigkeitsanalyse

    Welche Dienste nutzen Sie, welche Daten liegen dort, welcher Ausfall würde wehtun, und wie schnell könnten Sie wechseln. Das Ergebnis ist eine Liste mit Rangfolge, mit der Sie auch ohne mich weiterarbeiten können.

  • Umzug in Stufen

    Wir fangen mit dem an, was viel bringt und wenig stört: meist Dateiablage, Videokonferenz oder Messenger. Jede Stufe ist für sich abgeschlossen, und nach jeder können Sie aufhören.

  • Betrieb, ohne dass Sie Betreiber werden

    Souverän heißt nicht, dass Sie einen Serverraum brauchen. Zwischen Hyperscaler und Eigenbetrieb liegen europäische Anbieter mit Auftragsverarbeitungsvertrag und deutschem Support.

  • Belegbare Aussagen für Kunden und Prüfer

    Am Ende steht schriftlich, welche Daten wo liegen, wer darauf zugreifen kann und welchem Recht der Anbieter unterliegt. Diese Auskunft brauchen Sie, sobald ein Kunde oder eine Behörde fragt.

Häufige Fragen

Müssen wir Microsoft 365 verlassen?

Nein, und niemand kann Sie dazu zwingen. Die Datenschutzkonferenz hat am 24. November 2022 festgestellt, dass sich ein datenschutzkonformer Einsatz von Microsoft 365 nach damaligem Stand nicht nachweisen lässt. Das ist eine Positionierung der Aufsichtsbehörden und kein Verbot; sie ist rechtlich nicht bindend, und einzelne Länder bewerten es anders, Hessen etwa seit November 2025. Was bleibt, ist ein Risiko, das Sie kennen und bewerten sollten, statt es zu erben.

Unsere Daten liegen in Frankfurt. Reicht das nicht?

Der Serverstandort beantwortet nur die halbe Frage. Entscheidend ist zusätzlich, welchem Recht der Anbieter unterliegt. Ein US-Unternehmen kann nach dem CLOUD Act zur Herausgabe verpflichtet werden, auch wenn die Daten in einem deutschen Rechenzentrum liegen. Diesen Punkt lassen viele Anbieterversprechen offen.

Was ändert der EU Data Act für uns?

Er ist seit dem 12. September 2025 anwendbar und verpflichtet Anbieter, den Wechsel technisch und vertraglich zu ermöglichen. Die Entgelte für den Wechsel werden stufenweise abgeschafft: Bis dahin dürfen Anbieter höchstens die tatsächlich entstehenden Kosten berechnen, ab dem 12. Januar 2027 grundsätzlich gar nichts mehr. Nicht betroffen sind normale Nutzungsentgelte, anteilige Kosten bei vorzeitiger Kündigung und zusätzlich beauftragte Unterstützung. Für einen kleinen Betrieb war das Wechselentgelt selten der große Posten; wichtiger ist, dass der Wechsel jetzt ein gesetzliches Recht ist und kein Entgegenkommen des Anbieters.

Löst Microsofts Sovereign Cloud das Problem?

Teilweise. Datenhaltung, Betrieb durch europäisches Personal und Verschlüsselung in Ihrer Hand adressieren echte Punkte. Die Konzernzugehörigkeit ändert sie nicht, und die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter bleibt bestehen. Ob das für Sie reicht, hängt davon ab, wovor Sie sich schützen wollen. Das klären wir gemeinsam, und die ehrliche Antwort kann auch sein, dass Sie bleiben.

Was kostet das?

Bei feststehendem Umfang zum Festpreis, sonst nach Aufwand; solange ich Kleinunternehmer nach § 19 UStG bin, ohne Umsatzsteuer. Die Bestandsaufnahme liegt bei zwei bis fünf Tagen. Was die Umstellung selbst kostet, steht erst danach fest, weil es vorher niemand seriös sagen kann. Laufend wird es häufig günstiger, weil Lizenzkosten entfallen; sicher ist das aber nicht, und ich verspreche es nicht.

Müssen wir dann alles selbst betreiben?

Nein, das ist ein häufiges Missverständnis. Zwischen einem US-Hyperscaler und einem eigenen Serverraum liegen europäische Anbieter, die genauso gemanagt sind. Eigenbetrieb lohnt sich nur in bestimmten Fällen, und wir rechnen das vorher durch.

Wie lange dauert so etwas?

Die erste Stufe meist einige Wochen. Der gesamte Weg ist eher eine Sache von Quartalen als von Wochen, und deshalb arbeiten wir in Stufen: Nach jeder haben Sie etwas gewonnen, auch wenn Sie danach pausieren.

Wofür Sie mich nicht buchen sollten

  • Rechtliche Bewertung, Folgenabschätzung und Verarbeitungsverzeichnis. Das gehört zu Ihrem Datenschutzbeauftragten oder einem Fachanwalt.
  • Zertifizierungen nach ISO 27001 und Nachweise für NIS2. Dafür brauchen Sie eine akkreditierte Stelle oder einen Prüfer.
  • Umstellungen mit mehreren hundert Arbeitsplätzen im Alleingang. Da hole ich Verstärkung dazu oder sage ab.

Zum Weiterlesen

Passt dazu

Passt das zu Ihrem Vorhaben?

Schreiben Sie mir in zwei Sätzen, worum es geht. Sie bekommen innerhalb von zwei Werktagen eine inhaltliche Antwort, und wenn ich der Falsche bin, sage ich das.